Kommunikationswissenschaft

Kommunikationswissenschaft ist eine wissenschaftliche Forschungsdisziplin im Bereich Sozial- und Geisteswissenschaften, die sich mit menschlichen Kommunikationsvorgängen befasst. Die Forschungsinhalte unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Universitäten zum Teil erheblich. Eine Ausrichtung befasst sich insbesondere mit Massenkommunikation und wird oft auch Publizistikwissenschaft genannt. Unter anderem ist Zeitungswissenschaft ein Vorläufer dieser Integrations- und Sozialwissenschaft, mit Ansätzen auch aus dem Recht, der Psychologie und den Wirtschaftswissenschaften. Eine andere Ausrichtung beschäftigt sich vorrangig mit Individualkommunikation und hat Berührungspunkte zu Linguistik (vor allem Pragmatik), Philosophie, Semiotik und Soziologie.

Sie ist eine prinzipiell transdisziplinär ausgerichtete kultur- und sozialwissenschaftliche
Studienrichtung, die unter verschiedenen Perspektiven die Bedingungen, Strukturen
und Prozesse sozialer und kultureller Kommunikation erforscht und an deren Gestaltung mitwirkt.

Das Arbeitsgebiet der Kommunikationswissenschaft überschneidet sich mit der Medienwissenschaft, bei der meist die Fragen nach der Programmgestaltung, der Organisation und Technik im Vordergrund stehen. Verwandte Bereiche sind auch Sprechwissenschaft undSprecherziehung.

 

Medien- und Kommunikationswissenschaft, Journalistik studieren

files/drei-affen.jpgDie Kommunikationswissenschaft untersucht, wie Menschen Informationen austauschen. Die Medienwissenschaft erforscht, wie Medien unsere Wahrnehmung prägen. 

In Journalistikstudiengängen übt man auch den praktischen Redaktionsalltag. Der Numerus clausus ist überall hoch. VON SABRINA EBITSCH

Informationen zum Studium:   http://ranking.zeit.de/che2013/de/fachinfo/41

 

Warum Videospiele bei Jugendlichen so beliebt sind

files/pfeilrot.jpg"Zocken" für die Forschung

NÜRNBERG - Für Eltern sind sie meist fremde Welten, für Kinder oft eine willkommene Abwechslung zum Alltag: Computerspiele. Das Medienzentrum Parabol und das Institut für Medienpädagogik JFF erforschen deshalb das Spielverhalten von Jugendlichen.

 

 

Treffen der Fachgesellschaft der Kommunikations- und Medienwissenschaft

Fachgesellschaft der Kommunikations- und Medienwissenschaft trifft sich zum 50. Jubiläum und zur Jahrestagung vom 8. bis 10. Mai in Mainz

Die Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), die dieses Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, ist auf Einladung des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) vom 8. bis 10. Mai 2013 mit ihrer Jahrestagung in Mainz zu Gast. Die Jubiläumstagung steht unter dem Motto „Von der Gutenberg-Galaxis zur Google-Galaxis“ und findet im Tagungszentrum des ZDF auf dem Lerchenberg statt. Gegenstand der Vorträge und Diskussionen sind vergangene und zukünftige Entwicklungen in der Medienwelt, die die Kommunikationswissenschaft vor vielfältige Herausforderungen gestellt haben und stellen werden. Die Tagungsleitung liegt bei Prof. Dr. Birgit Stark, Prof. Dr. Oliver Quiring und Dr. Nikolaus Jackob vom Institut für Publizistik.

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Information, Kommunikation, Medien

Wolfgang Schulz (Hrsg.)
Gesetzessammlung: Information, Kommunikation, Medien
13. Aufl age, August 2012

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Bibliographieren und Recherchieren

 Eine Einführung für Studierende der Kommunikationswissenschaft mit einer kommentierten Liste relevanter Datenbanken für das Studium.

Online-Publikation   files/pfeilrot.jpg(http://www.bibliographieren-und-recherchieren.de/)

 

Einführung in die Sprach- und Kommunikationswissenschaft I und II

Autor: Prof. Dr. Christian Stetter

Einführung in die Sprach- und Kommunikationswissenschaft Teil I  Zip 634 KB
Einführung in die Sprach- und Kommunikationswissenschaft Teil II Zip 583 KB

 

Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts

Die Reihe "Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts" ist zum Download verfügbar. Zum Download der pdf-files erforderlich ist das Programm Acrobat-Reader.

Eine Printversion der Hefte ist gegen eine Schutzgebühr beim Institut erhältlich (info@hans-bredow-institut.de).

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Kommunikationsarbeit in Online-Medien

files/theme-2/img/link.gifErgebnisse einer explorativen Berufsfeldstudie (pdf-Datei)

 

Forschungsbericht 2011/2012

Bericht des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung in der Universität Hamburg

files/theme-2/img/link.gifzum Download

 

Prozess der Medialisierung

RUB-Forscher zum Prozess der Medialisierung: Die Medienabhängigkeit nimmt zu

15.11.2012
Bert te Wildt analysiert die Auswirkungen der digitalen Revolution

Das Internet und die digitalen Medien stehen im Mittelpunkt des Buches „Medialisation - Von der Medienabhängigkeit des Menschen“, das PD Dr. Bert te Wildt, Leiter der Ambulanz der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum, jüngst veröffentlicht hat.

Im Buch will er die Frage beantworten, „warum sich der Mensch im Zuge der digitalen Revolution mehr denn je von Medien abhängig macht und wie dies auf sein Leben zurückwirkt.“ Zentrale Aussage ist die Beobachtung, „dass der Mensch dadurch seine Existenz weitestgehend auf eine virtuelle Ebene verlagert“, erklärt der Autor: „Es gibt in Deutschland bereits mehr als eine halbe Millionen Medienabhängige im pathologischen Sinne, deren exzessive Nutzung von Internet und Computerspielen das Leben in der konkret-realen Welt weitgehend verdrängt hat.“

Kritische Dimensionen der Abhängigkeit

Medienabhängige im klinischen Ausmaß sind vor allem junge Leute, die ihr konkret-reales Leben vernachlässigen. „Sie pflegen immer weniger ihre direkten Sozialkontakte, kümmern sich nicht mehr richtig um ihr materielles Auskommen und die Bedürfnisse ihres Körpers“, erklärt der Autor: „Sie haben die Zivilisation gegen die Medialisation eingetauscht. Ich war selbst überrascht, wie viele Betroffene, die sich in der Spezialambulanz für Internet- und Computerspielabhängige vorstellen, lieber in einer Matrix leben wollen.“

Im Gegenteil zu anderen Büchern ist die Betrachtung im Buch sowohl mit der individuellen Abhängigkeit aus der Perspektive von Medienpsychologie und -pädagogik verknüpft, als auch mit den „kollektiven Dimensionen der Medienabhängigkeit, dies vor allem medienhistorisch und -anthropologisch“, sagt te Wildt. Es gehört zum Wesen einer revolutionären Entwicklung, dass sie nicht nur Euphorie hervorruft sondern auch Angst macht.

In diesem Fall springen die einen kritiklos auf jeden digitalen Zug auf, aus Angst irgendetwas zu verpassen und den Anschluss zu verlieren, die anderen verurteilen aus Angst vor einer ungewissen Zukunft die digitalen Medien gleich in Gänze. Dies erklärt, warum die Diskussionen um das Internet so polarisiert geführt werden: „Medialisation“ versucht hier einen im umfassenden Sinne kritischen Ansatz.

Digitale Avantgarde und konservative Skeptiker

Abschließende Urteile über die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Medien sind heikel: Sowohl die digitale Avantgarde als auch die konservativen Skeptiker teilen aber vermutlich die Meinung, „dass Medien auch in der digitalen Zukunft dem Menschen dienen sollten und nicht umgekehrt.“ „Die künstliche Intelligenz“, kommentiert der Autor, „hat mittlerweile ein Niveau erreicht, dass sie uns Menschen in vielem überlegen und zu ersetzen in der Lage ist.“ Da intelligente Software und Apps scheinbar perfekt die Bedürfnisse ihrer Benutzer erfüllen, so te Wildt, ist ihnen nicht mehr bewusst, wie tiefgreifend sie von den Medien abhängig sind. Aber, so fragt sich, sind wir für einander überhaupt noch existent, spüren wir uns überhaupt noch, wenn unmittelbare Kontakte immer seltener werden und wenn sich zwischen quasi jede Begegnung zwischen mir und dem Anderen in der Welt ständig Bildschirme und Kameras schieben. Viele Menschen empfinden das schon heute als störend und entfremdend.“ In letzter Konsequenz wirft te Wildt die Frage auf, wie weit wir uns im Spagat zwischen digitalen und analogen Formen des Menschseins von den leiblichen Bedingungen der Existenz entfernen können, ohne unsere Menschlichkeit zu verlieren. „Und die digitale Revolution hat gerade erst begonnen...“

Titelaufnahme

Bert te Wildt: Medialisation - Von der Medienabhängigkeit des Menschen, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-40460-7

Weitere Informationen

PD Dr. med. Bert Theodor te Wildt, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotheratie, LWL-Universitätsklinikum Bochum der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/5077-3176/3333, bert.tewildt@wkp-lwl.org

Redaktion: Stefania Parnici

Dr. Josef König | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: 
www.ruhr-uni-bochum.de

 

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